Finanzmärkte und Wirtschaftswachstum
Die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren durch rasch steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise dramatisch verändert. Speziell im ersten Semester des Berichtsjahres sind die Erdölpreise nochmals erheblich in die Höhe geschnellt. Die Ernährungslage hat sich in vielen Teilen der Welt markant verschlechtert. Allerdings herrschte wenig Einigkeit über die Ursachen der plötzlichen Preisbewegungen: Waren es die Nachfrageschübe aus den rasch wachsenden Schwellenländern, der Landwirtschafts-Protektionismus in den Industrieländern, die Exportbehinderungen einiger Entwicklungsländer, der Mais im Tank statt auf dem Teller, der Einstieg von Banken und Fonds in Rohwarenanlagen, oder Spekulationen?
Durch die Finanzkrise und die rasante Abkühlung der Konjunktur sind die Rohstoffmärkte im zweiten Halbjahr allerdings in Turbulenzen geraten – seit Mitte Jahr hat ein rasanter Preiszerfall stattgefunden. Durch die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft hat sich dann im vierten Quartal der Fokus von den Rohstoffmärkten auf die globale Konjunkturentwicklung verschoben.
Die massive Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums hat auch die Konjunkturaussichten für die Schweiz deutlich getrübt und liess in der Folge die Gewinnerwartungen deutlich schmelzen. Die historischen Zinssenkungen der Nationalbank sowie die Erholung des Euro lassen auf eine Dämpfung des Abschwungs hoffen, insbesondere für die exportorientierten Unternehmen.
Eine mögliche Rezession kündigt sich an…
Die Verunsicherung an der Börse war so gross wie noch nie! Anfang Oktober drohte sogar der Zusammenbruch des globalen Finanzsystems. Gleichzeitig verdichteten sich die Anzeichen, dass grosse Volkswirtschaften in eine tiefe Rezession schlittern. Anleger reagierten panisch auf die sich jagenden schlechten Nachrichten und das Volatilitätspegel schnellte nach oben. Der Einkaufsmanagerindex war im November auf 35.2 Zähler gefallen, was klar unter der Wachstumszone liegt. Insbesondere zeigten die Produktions- und Auftragskomponenten einen deutlich negativen Ausblick. Eine Frage jedoch bleibt wahrscheinlich auch zum Zeitpunkt des Lesens dieser Zeilen noch unbeantwortet: Wann wird sich die Börse wieder nachhaltig erholen? Normalerweise ist das etwa ein halbes bis ein ganzes Jahr nach Beginn der Rezession der Fall. Die Kurserholung setzt auf jeden Fall ein, lange bevor sich die Konjunktur erholt.
Schweizer Autozulieferer – 300 Firmen mit rund 35’000 Mitarbeitenden
Die Auswirkungen der Finanzkrise bremsten die globale Automobilkonjunktur erheblich und haben die Schweizer Autozulieferer mit einer nicht vorhersehbaren Wucht getroffen. Mit Massnahmen wie Produktionsdrosselung, Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Einführung von Kurzarbeit und schliesslich Ankündigung von Arbeitsplatzabbau reagierte die Branche auf die zum Teil massiven Umsatzeinbrüche in der Autoindustrie. Eine Studie des Swiss Center for Automotive Research der ETH Zürich hat zu interessanten Ergebnissen geführt, die bisher nur spärlich vorhanden waren. In der Schweiz existieren nicht weniger als 300 Firmen, welche Produkte für die internationale Automobilbranche herstellen. Es handelt sich dabei primär um Produzenten von Komponenten, Teilen und Investitionsgütern. Diese Unternehmen erzielen einen Umsatz von CHF 16 Mrd. und beschäftigen rund 35’000 Mitarbeitende.
Schweizer Schokoladenhersteller wittern Chancen im Reich der Mitte
Der unter den Endverbrauchern wenig bekannte Schweizer Konzern Barry Callebaut verweist mit Stolz darauf, dass das Unternehmen an rund einem Viertel aller weltweit verkauften Schokolade seine Mitwirkung habe. Barry Callebaut sieht in Asien einen zentralen Wachstumsmarkt, bei dessen Erschliessung das Unternehmen seine internationalen Kunden begleiten will. Die Firma hat kürzlich ein Werk in Japan und eine Kakaofabrik in Indonesien übernommen. Ebenfalls eröffnete der Konzern in Suzhou (China) ein Werk, das zurzeit eine Jahreskapazität von 25’000 Tonnen hat, die noch verdreifacht werden kann.
Der Markt sei noch klein, wird dargelegt, weil Schokolade für die meisten Chinesen ein neuartiges, mit dem Westen assoziiertes Produkt sei. Damit Chinas Markt auch in absoluten Zahlen so gross wird, dass er für die Schweizer Schokoladenproduzenten einen bedeutenden Anteil ausmacht, werden allerdings noch einige Marketing- und Vertriebsanstrengungen nötig sein. Vorläufig gehört das Verzehren von Schokolade für einen Grossteil der Chinesen nicht zur Esskultur. Zudem erschwert vor allem im Sommer das heisse Klima den Vertrieb und den Verbrauch. Laut internationalen Erhebungen essen Chinesen erst rund 80 g Schokolade pro Kopf und Jahr, während die Schweizer mit einem Konsum von 12,3 kg Weltmeister sind. Mit gezielten Werbeaktionen versuchten die Schweizer Chocolatiers die Chinesen während den Olympischen Sommerspielen für ihr Produkt zu begeistern. Im House of Switzerland wurden Lindor-Kugeln produziert und die potenzielle Kundschaft konnte erfahren, wie man sie am besten geniesst.
Strommarktöffnung zum Zweiten
Die Geschichte der Liberalisierung des Strommarktes ist lang. Die Öffnung des Schweizer Strommarktes scheiterte 2002 beim ersten Anlauf. Während in Europa der Markt zum gleichen Zeitpunkt schrittweise liberalisiert wurde, galt es in der Schweiz, die Herausforderungen und die Ausgestaltung der Liberalisierung für einen zweiten Anlauf zu überdenken. Die erste Stufe der Strommarktöffnung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Diese vom Parlament gewollte Deregulierung erlaubt Unternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch von über 100’000 kWh, ihren Stromversorger frei zu wählen. Damit sind die Firmen in der Lage, das für sie beste Angebot auszusuchen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die im 2008 von Elektrizitätsunternehmen angekündigten Strompreiserhöhungen haben jedoch viele Fragezeichen hinterlassen und Verunsicherung ausgelöst. Die breite Kritik in den Medien sowie im Parlament führte dazu, dass der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) die Kompetenz übertragen wurde, im Streitfall über die Tarife zu entscheiden. Nur wenn es gelingt, die aufkommenden Befürchtungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu zerstreuen und damit zu einer Stabilisierung der Tarife zu gelangen, wird man in der Schweiz weiterhin die Liberalisierung bei gleich bleibender Versorgungssicherheit als ernsthaftes Ziel anvisieren können.
Neue Welt der Abfälle – zwischen entwicklungspolitischen Chancen und Verboten
Die Abfallbeseitigung sorgt in der Schweizer Öffentlichkeit – mit Ausnahme der Endlagerung von radioaktiven Abfällen – kaum mehr für Diskussionen. Gesprächsstoff resultiert heute aus Tendenzen des grenzüberschreitenden Abfallhandels – beispielsweise Elektronikschrott, der von Europa nach Asien verschoben wird. Im Jahr 2050 werden drei Viertel der Weltbevölkerung in Städten wohnen, prognostizieren Fachleute. Diese Urbanisierung verursacht Abfallentsorgungsprobleme von bis dato unbekanntem Ausmass. Der weltweit immer knapper werdende Raum verlangt Alternativen zur Deponierung von Abfällen. Gleichzeitig wird Abfall zunehmend als (Energie-)Ressource entdeckt – es entsteht ein globaler Markt für die Abfallver-wertung. In Asien werden gemäss einer Studie des China Environment Forum die Deponien in städtischen Gebieten bereits im Jahre 2020 an ihre Kapazitäten stossen. Verschiedene Firmen – darunter auch Holcim – engagieren sich in Asien für die fachgerechte Verwertung von Industrie- und Siedlungsabfällen. Geocycle (Subbrand von Holcim) gewinnt nach harzigem Beginn und einiger Skepsis seitens der Abfallverursacher in Indien aus allen erdenklichen Abfällen (von Autoindustrie-Abfällen über Altöl bis hin zu Kuhmist) Energie für das Brennen des Klinkers. Ob der globale Markt solchen Standards auf breiter Front zum Durchbruch verhilft, ist indes offen. Noch wird der Grossteil des ressourcenschonenden Abfallverwertungs-geschäfts weiterhin nur in Ländern mit vergleichsweise strengen gesetzlichen Richtlinien betrieben.
Innovation: Welche Rolle spielt die Beschaffung?
Innovative Ideen und Vorschläge sind gefordert. Zahlreiche Referenten haben anlässlich der 14. Ringvorlesungsreihe (Oktober bis Dezember 2008) an der ETH in Zürich verschiedenste Modelle und Wege aufgezeigt, wie sich der Einkauf und die Beschaffung mit Innovation in Szene setzen können. Frau Dr. Christine Kühn (Leiterin Zentraleinkauf der Trumpf Gruppe) hat mit ihrem Referat «Organisation Technologiemanagement im Einkauf» aufgezeigt, wie mit einer strategischen Neuausrichtung des Einkaufs aus traditionellen Lieferantenbeziehungen erfolgreiche Partnerschaften aufgebaut werden können. Durch Intensivierung des Innovations-managements, sagte Prof. Dr. Stephan Wagner von der ETH Zürich, kann die Beschaffung einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbs-fähigkeit beisteuern. So sollen innovative Lieferanten bereits bei der Ideengenerierung oder Konzeptentwicklung ermuntert werden, ihre neuen Technologien anzubieten. Wenn in naher Zukunft das Problem von steigenden Preisen und knapper Verfügbarkeit von der Tagesagenda des Beschaffungsmanagers weicht, und die Verkäufermärkte, die wir in den letzten Jahren hatten, wieder langsam zu Einkäufermärkten werden, sollte eine innovative Einkaufspolitik verfolgt werden. Die Beschaffungs-verantwortlichen müssen die Märkte genau kennen und die Verhandlungen mit den Lieferanten clever und fair führen. Innovationsfähigkeit kann gegenüber Kostenreduzierungen, Qualitätsverbesserungen und Flexibilität für Unternehmen zunehmend in den Vordergrund rücken. Die aktive Nutzung von Lieferanteninnovationen erfordert aber auch das richtige Zusammenwirken im eigenen Unternehmen.
SVME Purchasing Managers’ Index: Rückgang auf breiter Ebene
Der SVME Purchasing Managers’ Index (PMI) hat bereits anfangs Jahr einen langsameren Expansionsrhythmus angekündigt und sich ab Februar rückgängig bewegt. Zu Beginn sprach man von einer Beruhigungstendenz. Der Schwellenwert von 50 Zählern wurde dann aber im September zum ersten Mal nach 44 Monaten unterschritten. Den absolut tiefsten Indexstand und stärksten Rückgang seit Beginn der Messreihe im Jahre 1995 erreichte der PMI im November 2008 – er lag noch bei 35.2 Zählern. Im Jahresmittel befand sich der Index mit 52,8 Zählern immer noch oberhalb der 50-Punkte-Schwelle, jedoch 15% unter dem Wert des Vorjahres (61,9 Punkte). «Offensichtlich werden angesichts der im November eskalierten Finanzkrise alle nicht unbedingt notwendigen Investitionen aufgeschoben oder sogar annulliert», schrieb die Credit Suisse im Monatsbericht. Der PMI ist ein Konjunkturindikator, der die Entwicklung des Geschäftsverlaufs im Schweizer Industriesektor im Monatsrhythmus abbildet. Er ist ein Gemeinschaftswerk des SVME und der Credit Suisse mit mehr als 200 Panelmitgliedern aus 14 Branchen und unterschiedlichen Firmengrössen. Die schnelle Verfügbarkeit, eine hohe Sensibilität bezüglich den beobachteten Aktivitäten sowie die hohe Übereinstimmung mit offiziellen Statistiken machen den PMI zu einem wertvollen Instrument zur Beobachtung und Prognose der konjunkturellen Entwicklung des Schweizer Industriesektors und der Gesamtwirtschaft.
SVME – Organisationsentwicklung
Vorstand und Fachbeirat haben sich im Geschäftsjahr 2008 hauptsächlich auf die strategischen Ziele konzentriert und die im Vorjahr in Angriff genommenen Teilprojekte vertieft und weiterentwickelt. Es ist dem SVME erneut gelungen, sein Netzwerk weiter auszubauen, um die zukünftigen Herausforderungen und Verbandsaktivitäten zu sichern. Mit Claudia Streuli wurde erstmals eine Frau in den Vorstand gewählt; sie übernimmt das neu geschaffene Ressort Kommunikation. Urs Leu, Leiter Fachbeirat, hat die Nachfolge von Robert Pletscher angetreten und Patrick Monney hat Silvio Baeriswyl als Vorsitzender der Sektionspräsidenten-Konferenz Westschweiz abgelöst. In beiden Gremien engagieren sich ausgewiesene Fachleute aus allen Landesteilen und vertreten Industrie, Dienstleistung, Verwaltung sowie Hochschulen.
Kommissionen
Ausbildungskommission
Diese Kommission – alle Mitglieder sind erfahrene Praktiker mit Führungsverantwortung – hat sich im 2008 erneut mit dem vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) im Jahr 2005 gestarteten Harmonisierungsprojekt SSC (SwissSupplyChain) befasst. Spezielle Umstände innerhalb der fünf beteiligten Verbände haben jedoch das Projekt und somit den Verlauf der geplanten Arbeiten der Ausbildungskommission verzögert. Die Kommission hat sich im Berichtsjahr anlässlich eines Workshops hauptsächlich mit den Tätigkeitsbereichen der beiden Berufs-felder (dipl. Einkäufer/in und Einkaufsfachleute) und den Kriterien für die Beurteilung der beruflichen Handlungskompetenzen auseinandergesetzt. Aus diesen definierten Tätigkeitsbereichen (sie sind mit den anderen Projekteilnehmern grösstenteils abgestimmt) werden 2009 die Qualifikationsprofile abgeleitet und erarbeitet. Ein Qualifikationsprofil definiert das Anforderungsniveau des Berufs und beschreibt die Handlungs-kompetenzen, über die eine qualifizierte Berufsperson verfügen muss, um den Beruf auf dem definierten Niveau kompetent auszuüben. Ebenso ist es die Grundlage für die Erarbeitung des Bildungsplans, in dem die entsprechenden Handlungskompetenzen abgebildet werden. Die Ausbildungskommission wird sich diesem wichtigen Projekt auch 2009 engagiert annehmen, mit dem Ziel, revidierte Prüfungsordnungen, Weg-leitungen und Ausbildungskonzepte für neue Vorbereitungslehrgänge ab 2010 bereitzustellen. In der Zwischenzeit werden weiterhin Qualitäts-sicherheit und Beurteilung der aktuellen SVME-Vorbereitungslehrgänge für die eidgenössischen Abschlüsse Höhere Fachprüfung für dipl. Einkäufer/in und Berufsprüfung Einkaufsfachmann/frau mit eidg. Fachausweis wichtige Aufgaben dieser Kommission sein.
Prüfungskommission
Der SVME führt unter Aufsicht des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) eidgenössische Prüfungen durch. Im Berichtsjahr haben total 141 Kandidatinnen und Kandidaten (121 Deutschschweizer, 20 Westschweizer) an zwei Berufsprüfungen Einkaufsfachmann/frau mit eidg. Fachausweis erfolgreich abgeschlossen. 86 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen (78 Deutschschweizer, 8 Westschweizer) der Höheren Fach-prüfung Einkäufer/in durften am 26. Oktober das eidg. Diplom in feierlichem Rahmen in Bern entgegennehmen.
Aufgrund der verkürzten Seminarintervalle beim Vorbereitungslehrgang zum/r eidg. dipl. Einkäufer/in werden 2009 wiederum je eine Vor- und eine Hauptprüfung durchgeführt. Ebenfalls werden erneut zwei Berufsprüfungen für Einkaufsfachleute mit eidg. Fachausweis stattfinden. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Mitarbeitenden in Beschaffung und Supply Management ist nach wie vor erfreulich. Ende 2008 befanden sich rund 250 Personen in den beiden Vorbereitungslehrgängen, die an je zwei bzw. drei Standorten in der West- und Deutschschweiz angeboten werden.
Commission romande de formation
Diese Kommission ist verantwortlich für die Qualitätssicherung der beiden Vorbereitungslehrgänge in der Westschweiz. Die SVME-Blockseminare in französischer Sprache zur Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung für Einkäufer/innen finden in Villars statt, die Ausbildungstage zur Berufs-prüfung mit eidg. Fachausweis für Einkaufsfachleute in Lausanne. Im Berichtsjahr fand ein Workshop mit Referenten der beiden Lehrgänge statt. Dabei wurde vorwiegend über getätigte und geplante Qualitätsmassnahmen der Ausbildungskommission Westschweiz (CRF) informiert und diskutiert. Ebenfalls Schwerpunkte dieser Veranstaltung waren Lerninhalte und Lernziele für die beiden eidgenössischen Abschlüsse.
Der Vorsitzende ist auch Mitglied der Ausbildungskommission der übrigen Schweiz, sodass die ständige Aktualisierung des Lehrstoffes und die Integration neuer Entwicklungen in der Wirtschaft gewährleistet werden kann.
Redaktionskommission
Die verbandseigene Fachzeitschrift «Beschaffungs-management» erscheint zehnmal jährlich und informiert über neue Entwicklungen und Aktualitäten im breiten Feld von Einkauf, Beschaffung und Supply Management. Die erfreuliche Anzahl Stelleninserate hat erneut dazu beigetragen, dass sich der Anzeigen-umsatz im Berichtsjahr gegenüber den Vorjahren nochmals leicht nach oben entwickelt hat. Nach zehnjähriger Zugehörigkeit als Mitglied der Redaktionskommission ist André Chalverat Ende 2008 zurückgetreten. Er hat sich für die Fachzeitschrift sehr engagiert und verschiedene Aufgaben und Funktionen wahrgenommen. Während seiner Amtszeit hat er über 150 Beiträge beigesteuert, wovon die meisten aus seiner Feder stammten.
Beauftragte des Vorstandes
Ein Delegierter des SVME arbeitet aktiv mit im Messebeirat der SWISSTECH (Fachmesse der Zulieferindustrie). Der Verband engagiert sich auch als Beirat der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme SQS und als Fachbeirat des staatlichen Förderprogramms SIPPO (Swiss Import Promotion Programme). Andere Delegierte pflegen die Verbindung zu Wirtschafts- und Fachverbänden. Bei der International Federation of Purchasing and Supply Management (IFPSM) wirkt der SVME in der internationalen Ausbildungskommission und im Executive Committee mit.
Sektionen
Alle Mitarbeitende der Firmenmitglieder sowie alle Einzelmitglieder des SVME können kostenlos einer der acht Deutschschweizer oder der vier Westschweizer Sektionen beitreten. Der primäre Zweck der regional organisierten Gruppen ist die Durchführung von Anlässen, die dem fachlich/beruflichen Erfahrungsaustausch und der Weiterbildung dienen. Zudem soll die Sozialkompetenz und die fachliche Vernetzung (Networking) gefördert werden.
Die Sektionen sind auch ein Aushängeschild des SVME in der Region. Sie sollen für die Mitglieder einen Nutzen (Mehrwert) schaffen – Wissenstransfer, Netzwerk, Erfahrungsaustausch, Brainstorming, Firmenkontakte – und den regionalen Zusammenhalt fördern. Alle Sektionen sind aktiv und haben über 25 interessante und lehrreiche Anlässe durchgeführt, die insgesamt von über 1’500 Personen besucht wurden. Die Sektionspräsidenten treffen sich einmal jährlich zu einer gemeinsamen Sitzung, der Sektionspräsidenten-Konferenz.
Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle ist Anlaufstelle für Informations-beschaffung aller Art und somit ein Knotenpunkt im Netzwerk der Einkaufsmanager. Dem Geschäftsführer stehen acht engagierte Mitarbeitende zur Seite, welche hauptsächlich – aber nicht nur – für eigene Kernbereiche verantwortlich sind.
Herausragende Tätigkeiten im Jahr 2008 waren die administrativen und organisatorischen Vorbereitungen und Durchführungen von über 250 Aus- und Weiterbildungseinheiten, Veranstaltungen und Tagungen. Ausserdem wurden zwei Berufsprüfungen (Einkaufsfachmann/frau) mit eidg. Fach-ausweis organisiert und je eine Vor- und Hauptprüfung für die Höhere Fachprüfung eidg. dipl. Einkäufer/in durchgeführt.
Ein weiteres Highlight im Berichtsjahr war die Herbsttagung, welche in Kooperation mit dem österreichischen Schwesterverband ÖPWZ durch-geführt wurde. Auch die 2. Alumni-Tagung für Young Professionals (Einkaufsfachleute mit eidg. Fachausweis) war ein sehr erfolgreicher Anlass. Zum zweiten Mal wurde die (14.) Ringvorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der ETH in Zürich durchgeführt und von insgesamt über 700 Personen besucht. 18 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft haben an neun Abenden zum Thema Innovation referiert und diskutiert.
Aarau, im Februar 2009
Rolf Jaus, Geschäftsführer SVME
|